stimulanzzirkel

28. Juli, Figueres

campend außerhalb von Figueres, 3. Tag

Uffta, der dritte Tag.
Langsam gewöhne ich mich an die Strapazen. Ich bekomme ein Bild von dem, was kommen wird. Es reicht vollkommen, nur bis morgen zu denken. Sich vom Moment leiten zu lassen, vollständig im Jetzt leben. Die Musik, die Sonne, die Bewegung genießen.
Plaisir pur. Es zählt nichts anderes, als nach vorne zu schauen. Nur nach vorne, nur bis zum Horizont, alles andere ist belanglos.
Für uns heißt das hier die Nacht in Figueras zu nutzen und morgen der drohenden GefahrAnstrengung durch die Berge zu trotzen, hoffentlich per Anhalter nach Frankreich kommen. Aber man weiß ja nie. Jetzt erstmal jetzt. Siesta.
Und von denen hatten wir schon sehr interessante, aber eins nach dem anderen. Zu beginnen habe ich wohl an dem Tag von Alex rückkeAnkunft:
In freudiger Erwartung, einen Abend nach Queralbs noch in Sta Coloma verbringen zu können, ist er plötzlich da. Und wir hatten erst noch Witze darüber gemacht, ihn nicht abzuholen. Halt, im Tag geirrt. San Carlos‘ Tapas füllte uns den Magen.
Nach einer, dank Glasbruch, improvisierten Plastikshisha dann mit Charlie im Parc Europa, nach Besuch eines Outdoorcafés, jetzt wieder Mireias neue-alte Arbeit, uns vor toten Tauben die Hügel heruntergerollt. Parkurs- und Castellesstunden folgten in freier Wildbahn, sodass das angeheiterte Gemüt die Stunden noch hat länger werden lassen.
Am nächsten Morgen, wir wachen alle irgendwie ineinander gehakelt auf, werden mit Ach und Gebrechen und der Hilfe der Putze unsere Sandwiches für die Stadttour fertig.
Leider kein Tibidabo, trotz neuer Karte, dafür dann aber zu Fuß zum Parc Güell, zur Sagrada Familia und zum Monumental. Ab da bin ich dann, bis zum 21 Uhr Rückruf auf dem Plaça Catalunya, mit Alex zum Arc de Triomf, Parc de la Ciutidella, Barcelonetta und schließlich von der Gothik mit neuem Shishaglas und einem Shawarma für jeden die Rambla entlang zum Telefonanruf.
Nach erneuten Shishaquälereien ruft Charlie aus dem Black Sheep an, ob wir denn kommen würden, und Mireia sagt: „Los!“.
Leider hatten Alex und ich nicht mit Silvya gerechnet, sodass auf sie warten im Bombay endete, wo noch ihre Internetfreundin Julie dazustoß.
Nach Schließung des Ladens auf zum Blue Monk, doch es war geschlossen und Mireia und Alex in einen Meinungsaustausch verwickelt. Zurück zur Shisha und dem versuch, „Contact“ zu schauen. Ich kämpfe also ewig gegen die Computermaschine und der Rest schläft selig. Freitag schwomm ich dann sogar wirklich mal in Badalona. Aber die Yoga- und dann die Entspannungssession habens mir gegeben. Autsch.
Schließlich dann noch zum Dancehallfestival in Para-lel, und nicht in Diagonal.
Endlos viele Joints und keiner gibt was hab; hat uns echt erstaunt. Für Mireias Verhältnisse sind wir dann viel zu früh nach Hause

ein elektronisches experiment. spätfolgen für's nervensystem nicht ausgeschlossen!