stimulanzzirkel

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This article was written on 09 Mar 2011, and is filled under out of time, verteiltes Leben.

Lieber Plagiat

Hallo und herzlichst gegrüßt.

Anbei sende ich meine Grüße und Zitate meiner bisherigen Gedanken.

Sie finden es nämlich scheiße, dass du sie so ärgerst.
Dass du sie so gefangen hältst und sie unterdrückst.
Wie Baal auf dem Deckel der Kloake hockst du
und  verbreitest hässlichen Gestank einst geschriebener Worte,
Alter Worte und behaltener Gedanken groß geschriebener Leute.

Welch Wort darf denn nun eigentlich gespreadet werden?
Ein Wort, das ich mir erdachte und erstmal falsch ist –
oder ein Wort, das den Zusammenhang einstiger missen lässt?
Geht es um Phrasen? Sind es Absätze oder Diplomarbeiten*?
Wann ist ein Wort ein Wort? ,das dem anderen  gleicht?

Hach meine Liebe, hätt’ ich dich doch nie getroffen.
Frei wären meine Gedanken ohne Ketten der Semantik.
Doch ist es nicht die Semantik, die uns Menschen ist?
Ohne Bedeutung geht das menschliche Denken nunmal nicht.
Assoziation ist Verkettung, Vernetzung in Zeit und Raum.

Am Anfang stand das Wort im Raum… –

Ein Geräusch – ein Klang, ein Blitz – ein Donner,
ein Stoß – ein Beben, ein Zeichen – eine Bedeutung.
Und lesen tut’s, der’s lesen tut – Der Mensch.

So semantisch vegeTieren können nur wir, behaupte ich.
Doch denken und sprechen oder schreiben oder proklamieren
oder manifestieren oder bedeutungsleeren machen nur wirPunkt
Und wir wiederholen uns. Ständig. Meinen aber was anderes
und ständ’ ich wie der – holen wir uns! Sagen aber was anderes aus.

Niemand hat vor eine Mauer zu erhalten – sollte zumindest nicht.
Bevor ich meine Gedanken überdacht und verglichen habe
ist der eigentliche Gedanke davon und die anderen dafür da.
Auch wenn selbst erdacht zunächst falsch erscheint – oder kopiert –
so wäre es doch dennoch denk- und sprechbar – zunächst.

Das Wort Argument ist rekursiv, so wie dieser Satz.
Denn es bezieht sich wie ein Zitat mehr auf sich selbst, als auf den Inhalt.
In Unterhaltungen im Life 1.0 ist es ebenso. Beide lassen verstummen.
Überzeugungen jedoch entstehen durch Beziehungen, nicht durch Worte.
So erscheint der Inhalt der Bezeichnung im Leben zu verblassen.

Schwafel, Schwafel… Hierum – daurm, Göffelstiel und Labelsaum.
erstreckte Sprache, knapper Inhalt. Am Ende ist der Spargel holzig.
Ich verschone dich nun mit meinen Zoten und Sarkasmen,
kurz gesagt: verpiss dich!
mit unfreundlichen Nachstellungen verbleibe ich

Mensch Matz

* der Grad der Arbeit wurde aus aktuellem Anlass geändert

2 Comments

  1. jon
    9. March 2011

    Ich lese nur:


    Baal auf dem Deckel der Kloake –
    verpiss dich!

    In diesem Sinne:

    Kindermund tut Wahrheit kund.

    #77

    spricheinwort@googlemail.com

    gefunden am Montag um 01:45 an der Nachtbushaltestelle “U Möckernbrücke”.

  2. alex
    21. March 2011

    Ich hingegen las nur:

    Ein Geräusch – ein Klang, ein Blitz – ein Döner.
    …und noch dazu ein richtig schöner.

    Besser als deine Versuche, durch Semantik und Assoziatives in Argumenten zu waten gefallen mir eindeutig deine Sprachfiguren á la Mauern errichten und dann zu recht beDACHt sein etc.

    PS: War der aktuelle Anlass Auslöser zum Schreiben, so war es doch wie so oft: kommunikative Ereignisse regen unabhängig von ihrer Bedeutung an, an ihnen anzuschließen. I survived Knut!

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