stimulanzzirkel

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This article was written on 25 Mrz 2010, and is filled under out of time.

arte – Street Art Doku + 3sat – Gert Scobel meets Terry Eagleton

Womit sollte ich beginnen? Ich bin mir echt nicht sicher. Zum einen wäre es schön, frustrierend frappierend auf den tiefen Denkgebäuden Eagletons aufzubauen, doch hat die Spritzigkeit (SYNONYME BITTE HIERHER) des arte Verfahrens definitiv die Chose wieder rund gemacht. Leider konnten sie es sich auch nicht versagen, ihren Auftrag als einen popkulturellen wahrzunehmen. Man denke an den Hinweis auf die Sneakerdoku in artes Popkulturserie, nächste Woche; womit das Viral Marketing seinen Nutzen gefunden hätte.

Street Art als vergänglicher Diskurs über leere Symbole.

Eine Tragik an sich – für die einen.

Aber schöne Momente in beiden:
„Wann lügen sie?“ – „Meistens.“
der anti-street-art der street art übermaler aus moskau.
„Was ist der Sinn des Lebens?“ – „Ich habe ja in meinem neuen Buch dazu geschrieben…“
Die Irritation über die ausbleibende Irritation von Passanten, wenn jemensch (jemals ein Mensch) auf der Straße schläft.
Die Philosophie soll den Menschen einfache Antworten liefern, die sie an jedem Tag leiten soll. Sie suchen doch danach. Keine großen Fragen beantworten.
ein Typ mit schwarzem Dreieckstuch im Gesicht: „Ja, hi, das hab‘ ich gemacht. Ciao!“
Princess Halib (?) die tagsüber schwiegermütterlich ihr gespaltenes Ego bewacht, um nachts auszubrechen.

Immer unterwegs, immer auf neuen Spuren, möglichst schneller und mehr Einfluss.
Der Tod, die Liebe, Gerechtigkeit – und arte bereits online bei plussept: Die vergängliche Rebellion – bereits auf ewig im Internet gebannt. (Auf 3sat.de übrigens das Gespräch ganz groß! Und auch schon da in die globale Diskursmaschine eingeworfen.)

…und ich ärger mich, dass ich die Hälfte meiner guten Gedanken zu den Themen schon längst vergessen habe, dabei kann ich sie ja einfach reproduzieren! Naja, wenigstens resimulieren.
Was gäben wir nicht darum, auf der Grenze stehen bleiben zu können. Innezuhalten und das Tosen der Zeit zum Schweigen zu bringen. Die Stille wartet und trotzt allein der Leere beider Welten. Unsere Sprachen genügen nicht, überhaupt etwas auszusagen. Sie sind reiner Zeitvertreib, damit wir uns nicht gegenseitig in den Haaren hängen und wohl auch noch die Kehlen aufschlitzen!

Ihr wisst ich weiß

Keine Position zu vertreten heißt nicht nicht auch einmal eine einzunehmen um das Gleichgewicht wieder anzuregen. Aber auf ihr zu beharren ist der sicherste Weg, sie brüchig zu machen. Bleibst du weich wie das Wasser, klar wie die Luft – nimm die Welt in dich auf und nimm Anteil am Geschehen. Such, beständig, nur such!

Imperativ, Reprodukt herrschaftlicher Machtstrukturen und globalhegelmondialer Praxis. Als würde es diese ohne Theorie geben, kann man sie doch so klar von ihr trennen. Theorie. Praxis. Sieht ja schon ganz anders aus, das schrifltiche Symbol! Drum wird’s auch was anderes sein. Gegenwärtige Begriffe genügen nicht, das zukünftige Auszudrücken, aber was wären wir ohne andere Ausdrucksformen: Tanz, Theater, Spiel, Erzählung und noch so einiges mehr, was menschen veranstalten kann, ohne andere Menschen zu verletzen.

Ritzt eure Schablonen zurecht und geht raus auf die Straße, sie eurer Gegend aufzudrücken. Einmal müssen sie verstehen.
Doch wer weise ist, lässt sich auch von anderen be(ein)drucken und erfährt die Prägung höchststelbst. Ihr müsst nur zuhören.
Ich muss zum Ende kommen. In vier Minuten ist Abgabe.

Das führt zu kürzeren Sätzen. Ich kann es fühlen. Der Atem wird flacher. Der Puls steigt. Die Mühe Und mache ich mir nicht mehr. Auf den Punkt. Kein Sinn. Verbindung? Wohin? Immer im Kreis, geometrie der gedanken, verwinkelung des analogen – und – die dinosaurier sind auch ausgestorben.

Punkt.

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