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This article was written on 14 Jun 2010, and is filled under out of time.

We are The Prodigy – Teil II/II

Schön wars. Stehengeblieben bin ich in der Erzählung am Bahnsteig zur Jahrhunderthalle Frankfurt. Retrospektiv gesehen auch ganz hübsch: Alex war wieder da und würde seinen Geburtstag zwischen zwei Prodigykonzerten verleben. Und ich durfte ihn schon bei der letzten Tour kennenlernen! Wiederhole ich mich? Anscheinend. Quatschend gabs eine kleine Sightseeingrunde durch das Bankenviertel von Frankfurt am Main. Also so direkt am Main, da liegt das Bankenviertel! Oder – ich weiß nicht. Danach gings irgendwann zur Halle um einen Freund von Alex kennenzulernen, Leonid (u.a. Co-Admin von www.theprodigy.ru – coole Seite, d. Red.) und mit diesem einen tollen Abend zu verbringen.

Ach eigentlich hab ich auch keine sonderliche Lust, den Bericht chronologisch zuende zu bringen, ich mag ihn aber mit Episoden spicken. Leonid war richtig cool, der war freundlich und ist auf dem Teppich geblieben, ein richtig angenehmer Typ. Wir durften unseren Freund Alex als Erstes gratulieren und das an einem Bahnsteig, wo die nächste S-Bahn nach 47 Minuten kam. Spannung pur. Das Konzert war edel, allerdings ist meine Theorie über den Haufen geworfen worden: Die Zugabe nach Out Of Space variierte für beide Konzerte nicht mehr, es war also Programm, worauf meine Idee letztendlich gescheitert ist. Im Spiegel betrachtet dennoch wunderschön: Während alle vor ihrem TV-Gerät Lena zujubeln, darf ich auf dem Balkon der Jahrhunderthalle in Reihe 1 bei The Prodigy sitzen. Mag wer tauschen?

Überhaupt, meine Prodigykollektion erhöhte sich indes enorm, sodass ich in etwa fünfzig verschiedene Motive auf Foto besitze – ist das Kunst oder gekauft? Noch einmal bei meinem lieben Bruder Stefan pennen und dann gings ab zur Endrunde, Philipshalle Düsseldorf. Schon wie bei der letzten Tour das letzte Auswärtsspiel. Schließfachkosten: 5,00 Euro (passend zahlen in Münzen) und einen Schlüssel. Analoge Schlüssel sind gefährlicher, wenn man beklaut wird – man hat ihn nicht mehr. Digitale Codes sind besser, weil man sie auswendig lernen kann und dazu sind sie im Osten günstiger. Jedenfalls bei dieser Tour. Düsseldorf war sehr geil, zumal ich Backstage durfte und sogar Fotos mit South Central und Teilen der Band aufnehmen durfte.

Ritschie war auch witzig. Den habe ich vor der Halle kennengelernt und ich freue mich drüber. Der kannte das JFZ Neuruppin, also das am Bahnhof, versteht sich. Kurze Gespräche über Brandenburg und wir waren auf einer Wellenlänge. Tja und was soll ich sagen – war hübsch, man kann ja Kontakt halten.

Eine der schönsten Anekdoten der ganzen Reise hatte ich bislang nicht erwähnt – die Dusche im Münchener Hauptbahnhof. Der Sinn von ICE-Zügen um sechs oder acht Uhr morgens liegt darin, Übernachtungskosten zu sparen. Zwischendurch sollte man aber regelmäßig duschen, wenn man auf Prodigykonzerte geht. In München gabs im WC-Center eine Duschmöglichkeit für sieben Euro. Mit Handtuch vierzehn. Ich nahm die 7-Euro-Variante und musste feststellen, dass ich kein Handtuch beihatte. Also wiederanziehen und nochmals sieben Euro für ein geliehenes Handtuch spenden. Da greift halt die Grundregel Nummer Eins von einem meiner Mitbewohner: “Dummheit muss bestraft werden!”

So who cares? Nach dem Konzert gings abschließend mit dem IC mit Umstieg auf den ICE (ab Hamburg) ins Bett. Es gibt noch viele Randanekdoten, aber die muss ich nicht in diesen Text quetschen. Dafür kennt man ja Menschen und muss es nicht ins Internet stellen. Denen erzählt man das manchmal sogar. Ein Fan meinte am Düsseldorfer Hauptbahnhof zu mir, dass es heute das letzte “Invaders Must Die-Tour-Indoor-Set” geben könnte. Wird wahrscheinlich so gewesen sein.

Was bleibt von diesem Dokument? Ich sitze wieder in Berlin und muss dem Alltag gehorchen, bin sehr happy über all die schönen wie blöden Vorkommnisse – vorallem bin ich aber froh über die Atmosphäre, die mich begleitete. Überall grinsende Gesichter, die wissen, was kommt. So in etwa. Und hinterher grinsen die gleichen Leute genauso süffisant. Das werde ich vermissen.

Was macht einen “Fan” aus? Die Antwort ist: “Fan” kommt von fanatic! Warum ist der ganze Text so kurz angebunden in der Sprache? Kommt vom vielen Stroboskoplicht! *jubel*

I’ll take your brain to another dimension

Pay close attention

3 Comments

  1. Matze
    14. June 2010

    Hey Pierre,
    netter, kurzweiliger Beitrag – da macht das Lesen wieder Spaß. Hättest ja mal sagen können, dass du durch HH rauschst, dann hätte man sich treffen können…

    Bis die Tage, Matze

  2. Nils
    14. June 2010

    Wie das Projekt ist gescheitert? Ich denke jetzt besteht doch erhöhter Erklärungsbedarf. Die Dusche hätte ich gerne gesehen 😉 Haste das Handtuch wenigstens mitgenommen?

  3. Leonid
    15. June 2010

    Hallo Pierre!

    Danke schön für so eine interessante und gefühlvolle Geschichte! Habe mit großer Interesse gelesen! So was ähnliches habe ich vor kurzem in Belgien erlebt, wo ich 4 Tage verbrachte und ganz wenig schlafen konnte. Das finde ich aber schön, weil wenigstens das wir später erinnern können!

    Danke für schöne Worte über mich. Ich finde, du bist auch OK und würde gerne noch was gemeinsam unternehmen.

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