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This article was written on 06 Mai 2008, and is filled under Berlin.

Beschlaf doch wen du willst – so lange du halt brauchst

Ich bin zu einer Erkenntnis gekommen, als ich vorhin in der Bahn so vor mich hin döste.

Gerade glitt mir das Buch aus meiner Handspannung und mein Kopf sank in den Sitz der zweiten Klasse. Leider öffnet sich mein Mund dabei immer automatisch und ich wache dann mit einem seichten Durstgefühl wieder auf, auch leichte Nackenschmerzen machen sich beim Nachvornebeugen bemerkbar. Wenn ich noch ungünstiger einnicke, dann neigt sich der Kopf nach vorn und das ungestütze Haupt richtet sich gen Fußboden bis ich dann so auf meiner Sitzgelegenheit hänge, als würde ich eine gute Kopie des Herrn Beans abgeben.

Netterweise hat so ein Zug die wunderbare, aber auch geile Eigenschaft gelegentlich anzuhalten und anschließend wieder loszufahren, sodass ich in ständiger Bewegung die Nächstenliebe auf ungewollte Weise zu spüren bekomme, wenn man mich wieder gerade rückt oder mich mit einem hörbaren Schmunzeln darauf aufmerksam macht, dass ich wieder einmal eine sehr merk-würdige Figur abgebe.

Bahnfahren kann so erfrischend sein.

Muss ich mich dafür schämen, dass ich nach dem Aufwachen Gesichtsdehnungen durchführe und dannach quietschfidel an der ständig bedachten Station aufstehe und zur nächsten Bahn renne, das Buch dabei immer in den Händen haltend?

Aktiv schlafen und ruhend wachen ist doch möglich! – und das „und“ ist gewollt.

Hihi

Schlaf doch so lange du brauchst.

Angenehme Gedanken wünsche ich dabei…

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