stimulanzzirkel

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This article was written on 01 Feb 2007, and is filled under out of time.

Mittwoch, bald vor vier Uhr.

Was es so alles zu schreiben gibt. Ich bin ganz aufgeregt von meinen Eindrücken. Wie gutes Gras doch auch euphorisch machen kann. Das muss an der Dauer zwischen den Konsumationen liegen.

Umberto Eco hatte schon recht damit, man solle überall was zu Schreiben liegen haben. Auf Toilette lag zwar ’n Heftchen, aber leider kein Stift, sodass ich doch in meinem Hauptbuch gelandet bin.

„Was einem so in einem zweijährigen Rausch abhanden kommen kann – alltägliche Beobachtungen eines Kiffers“

So oder so ähnlich könnte ich meinen Blog vielleicht mal wieder etwas menschlicher füllen. Ist so an sich ja noch nicht einmal wertend der Titel, da man einige der Verluste ja auch genießt.

Im Badezimmer war das gerade der Gedanke, sich, an der Aufstehzeit des folgenden Tages orientiert, eine Zu-Bett-Geh-Zeit zurechtzulegen, um in der Betrachtung des Verzugs schon mal das Aufstehgefühl vorzubereiten.
Ich bin ja da bis jetzt relativ erschrocken.

Wenn ich jetzt diese Erfahrungen qualitativ, zumindest auf mich bezogen, vergleiche, könnt sich ’n schönes Pro-und-Kontra-Kiffen-Bild aufbauen.
Weit mehr überrascht hatte mich dann aber, aus meinem Gedankenstrom kommend, der Satzteil (Wie auch immer so „,dass…“-Sätze heißen mögen…)

„…,dass wir alle Menschen sind.“

(Ich war gerade dabei, vor dem Spiegel fratzen zu ziehen und mir in verschiedenen Tonlagen zuzusprechen.)

Wir sind alle Menschen.

An sich ein schöner Satz. Nur blöd, dass er zwei Bedeutungen hat.
Man lese den Satz erst einmal in Betonung auf „wir alle“, wie es wohl intuitiv geschehen mag.

Die Menschheit besteht aus Menschen. Toll.

Was passiert jetzt nur in unserem kleinen Köpfchen, wenn wir den Satz auf „alle Menschen“ betont lesen?
Es entsteht ein anderer, sich ähnlich wie der vorige < em>irgendwie auf sich selbst beziehend (spiegelnd?) [Menschheit, Mensch]
reflektierend, reflexierend

-> und hier wird’s schon wieder kompliziert. Bin am ausformulieren eines Gedankens, will nur mal kurz zurückgreifen und in der gemeinsamen, man könnte auch „Meta-“ sagen, Betrachtung ergibt sich ein neuer Sachverhalt. Halt eine Beschreibung von Sachen und wie sie sich auf spezielle Art und Weise Verhalten.

Man versteht in diesem Buchstabenwirrwar bestimmt, was ich meine. Ma kurz abstrakt denken. Danke.

(Abstrakt weil _()[,] , )

Nun aber zurück zu dem anderen, neu entstandenen Sinn. (Hey, ich habe den Sinn für mich entdeckt!) (Welch schönes Zeichen; ich betrachte ja auch immer die Form meiner Handschrift in Bezug auf ihren Ausdruck meiner Gedanken. In diesem Fall war aus entd~ was zusammengeflossenes entstanden. Manchmal muss es eben schneller gehen.)

Jeder Mensch ist jeder Mensch.

Das kam bei den Fratzen einfach so hoch. In sofern habe ich den Steppenwolf und alles andere Multiple-Persönlichkeiten-Geschwafel immer falsch verstanden. Oder vielleicht richtig, aber nicht genug.

Natürlich is‘ das Chaos im Kopf, aber der rote Faden dadurch sind wir selbst.

Lass tausend Stimmen quaken, solange du weißt welches deine eigene ist.
Und zögere nie, deine Sicherheit in diesem Wissen zu hinterfragen. Dazu, woher man weiß, welches die eigene Stimme ist, kommen wir ein andermal.

Ciao, jon

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