stimulanzzirkel

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This article was written on 06 Apr 2006, and is filled under Berlin, out of time.

Träume werden wahr…

Wo?

Da, wo sich das Leben abspielt!

Da, wo der Mensch noch Träume hat – in der S-Bahn.

Angeregte Gespräche, näherkommen zwischen Fremden.

Da gibt es die Angestellte der Deutschen Bahn, die zwar nicht länger auf der Betriebsfeier bleiben wollte, weil ja auch ihre Vorgesetzten da waren und sie morgen um 13 Uhr wieder arbeiten muss. Die dafür aber auf dem Bahnsteig noch einen Kümmerling leert, die Vorgesetzten sind ja nicht mehr dabei.

Da gibt es den Asiaten, der wissen möchte, wieviele Stationen es eigentlich von Spandau bis zum Tretower Park sind. „Ich schätze zwanzig. Warte, ich zähle mal nach“ – ich zähle doch eh viel zu gern. Warum müssen es unbedingt 20 Stationen sein? Ich sollte diese kleinen Ausbrüche des Zufalls nicht zu wichtig nehmen.’s hat trotzdem gekribbelt.

Da gibt es den Konditor, der gerade für seinen Meister lernt und der vor zwei Jahren – wie ich – in Braunschweig in der Zivischule war, mit dem dann bis Tempelhof über Sinn und Unsinn im Zivildienst sinniert wurde.

Ein Puzzlespiel, das sich zum ersten Mal zusammenfügt. Die Zeit war reif. Es wird nicht das letzte Mal bleiben, dass sich in unserer kalten Zeit Menschen auf diese Weise annähern.

Sich Geschichtchen erzählen, vielleicht etwas mitgeben, mitnehmen?

Bis zum nächsten Umstieg… 

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