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This article was written on 20 Okt 2005, and is filled under Berlin.

Wake me up, when September ends!

September endete, das Leben fing an.

Hau-Ruck-Umzug am 2. Oktober (Danke an Paul für seine Spontanität!), ein Tag zum Klarkommen und dann der erste Dienst in der Jugendherberge am 4. Oktober.

Die ersten zwei Wochen strichen ins Land, ohne Gefühl für Zeit und Raum. Seit 19 Jahren lebe ich in Berlin, erst jetzt bin ich angekommen. Neu angekommen und entdecke die Stadt wie alle in diesem Sommer.

Tingle durch die Gegend, zwischen Tiergarten, Prenzelberg und Köpenick möchte man sagen.
Zivildienst, Arbeiten, Training. Keine Zeit zum Anhalten. Nach dem längsten Urlaub meines Lebens ins kalte Wasser geschmissen, zehn vor sechs aufstehen. Knochenjob in der Küche. Ein freier Tag, den ich in Dresden verbrachte (9-10 rules 😉 )

Am Wochenende dann Regatta, Samstag gewonnen, Sonntag aber doppelt verschlafen, sodass ich anrief und das Rennen verschieben habe lassen, nur um vorletzter zu werden, hat sich aber gelohnt.

Dazu ein kleines Gefühl der Isolation, so ohne Internet. Eine Sucht, die ich spürbar mehr brauche als die Naturalien. Was heißt Isolation, bin ja nur unterwegs, überall Menschen, die ich treffe, besauche, die zu mir kommen.

Aber all das waren die ersten beiden Wochen. Jetzt sitze ich an der Rezeption des Jugendgästehauses und dreh Däumchen. Blogge. Unterhalte mich mit netten Mädels. Einarbeiten nennt man das.

(Jetzt gerade checkt ein Gast ein. Immernoch Zeit zum bloggen 😀
Aus Elmshorn, da bin ich auch durchgefahren.)

Jen hatte Ferien, kam Sonntag auf meine spontane Einladung vorbei und blieb bis gestern.

Nun habe ich mal ein bisschen Ruhe, aber auch nicht so wirklich, muss mich heute noch entscheiden, ob ich nach Amsterdam fahre oder nicht, wobei ich dem mit sehr gemischten Gefühlen gegenüberstehe.
Hab diese Woche erst angefangen die Gegend zu erkunden, davon verspreche ich mir aber noch sehr viel.

Auf den ersten Blick scheint alles geregelt, geordnet, aber unterschätzt mir den Schichtdienst nicht!
Jede Woche andere Zeiten, da hab ich nicht mal Lust zu planen. Spätschicht gefällt, weil Forum und Training ausfallen, ich die freie Zeit auch als solche genießen kann.

So ganz frei kann ich dann doch nicht schreiben, denn jeden Moment kann auch der Chef vorbeilaufen.

Apropos schreiben. Für unsere Vereinszeitschrift habe ich heute einen Artikel über die Reise verfasst, zwei DIN-A4-Seiten, das ging ja mal gar nicht. Da stand ja kaum was drin 😉
Dann werden die bestimmt noch kürzen, mal schauen.

Jon, ist dir aufgefallen, dass das hier auch als direkte Kommunikationsebene wirkt? Ich bin mir jedenfalls sicher, dass wenigstens Du liest.

Achja, hier gibt es eine Musikfestplatte, bisher habe ich aber nur den „TripHop“-Ordner mit Massive Attack und Air laufen lassen, außerdem Next, die ich ja am Freitagmorgen vor dem Training kaufte. Gekauft. Dann überall in Berlin die großen Plakate, vor denen ich mich hingestellt habe und laut drehte. Oder auf dem Fahrrad oder in der S-Bahn getanzt. Zum Tanzen taugt die wie ich finde sehr, oder zumindest ist die New Dubby Conquerors dagegen wie Joss Stone verglichen mit Prodigy.

Ich werde mich mal wieder der Arbeit widmen, das tut der Arbeit bestimmt gut, aber bald ist ja auch schon Pause, wo ich dann zu Abend esse. Für Essen gebe ich kaum Geld aus, so als Zivi mit Forumküchenarbeit.

Wake me up, when October ends?

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