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This article was written on 06 Dez 2005, and is filled under Dresden.

Ankunft.

Eine Woche ist nun vergangen, seit ich mein neues Zimmer bezogen habe. Und nun komme ich langsam an. Ich kann wieder die Luft eines eigenen Lebensraumes atmen. Endlich hat mein Leben wieder soetwas wie eine Struktur. In den letzten Monaten war mir das dann doch langsam zu viel hin und her.

Es ist gut, im Winter ein Rückzugsgebiet zu haben. Ist ja doch arg kalt draußen, um so in den Tag hinein zu leben. Wir sind hier schließlich nicht in Montpellier. Aber nahe dran. Die Dresdener Neustadt hält bisher, was sie mir schon vorher versprochen hatte. Sie hat einen eigenen Geist, den es jetzt zu erforschen gilt, wie ich vorher den Berliner Geist erforscht habe, den ich jetzt so sehr in meinen Adern pulsieren spüre. Man ist ja doch ein Kind seiner Umwelt.

Anfang Dezember wache ich nun aus einem siebenmonatigen Traum auf und fange wieder an, das Spiel der Selbstkonstruktion zu spielen, von der Zukunft zu träumen. Es gibt doch wieder mehr als nur den nächsten Tag. Ich habe wieder eine Basis, über die ich mir im tagtäglichen Rhytmus keine Gedanken mehr zu machen brauche. Das ganze Ich-Ding rückt noch mehr in den Vordergrund. Möchte nicht wissen, wohin das führen wird. Mal sehen, wie immer.

Die Dinge, die mich jetzt umgeben, haben nur noch Bezug zu Dresden. Kein Bütti mehr, der jede Woche nach Berlin fährt, kein Backpack mehr, der mich an meinen Touristenstatus erinnert.

Wie sagte meine Mutter doch so schön am Wochenende: „Du hattest es schon immer etwas schwieriger, dich an neue Umgebungen zu gewöhnen.“ Sei’s drum, bastel ich mir eine Selbstbeweinungsanlage draus oder akzeptiere ich es einfach als meine persönliche Art? Die Antwort ist ja, mit Erinnerung an den stärker werdenden Egokomplex, offensichtlich. Wird ein Spaß!

Dann lasst mich mal wieder ein paar Chaoswölkchen spinnen und kümmert euch wieder um eure eigenen Nasen.

Bis dahin!

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