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This article was written on 05 Sep 2005, and is filled under Fahrradtourberichte aus..., Leiden.

amsterdam

Amsterdam

Hier sind wir nun also. Am Ende angekommen. Und doch schon wieder in neuen Anfängen: Alex ist schon auf dem Weg nach Hamburg und ich sitze noch hier und beginne, auf Deutsch zu schreiben. Warum auch nicht? Ich kann mir kaum vorstellen, dass wir viele englischsprachige Mitleser hatten. Es war einen Versuch wert.

Was schreibt man nur in solch einem Moment wie dem hier, nach zwei Monaten freien Lebens?

Hier steh ich nun und bin doch immer noch Jon. Was soll sich da groß geändert haben?
Gut, ich sitze gerade Chips knabbernd hier, und wann habe ich schon mal gerne Chips gegessen, und ja, von junk food kann man überleben. Zumindest hat uns das gestern Amsterdam gezeigt. Es sollte ja doch irgendwie ein Gelage werden und wenn man für mehrere feiern muss, warum nicht? Nach diesen Wochen war das mal bitter nötig.

Alles zu erzählen, was geschehen ist, würde Stunden dauern und wäre dann doch nur nichts anderes als eine Chronik. Etwas unlebendiges. Mir aber liegt der Blickpunkt doch gerade am Leben. (?)
Gesehen habe ich genug, Fakten und Bilder gesammelt wie ein blöder, aber in einer Geschwindigkeit, die es mir nicht erlaubt hat, zeitnah eine Reflexion durchzuführen. Ich muss jetzt erst einmal ordnen. Brauche einen Urlaub vom Urlaub, wenn das geht. Vielleicht zurück im normalen Leben, das wäre bestimmt lustig zu sehen, ob ich das noch kann und wie ich mich dabei anstelle. Ich könnte ja einiges gelernt haben. Also, Welt um mich herum, pass auf, wenn du mir demnächst über den Weg läufst. Ich beiße schon nicht.

Denk ich.

Und wenn schon. Was kümmert es dich? Du hast schließlich auch oft genug gebissen. Es könnte bald eins zu eins stehen, wie findest du das? Mal sehen, was sich machen lässt. Etwas muss ja geschehen, das ist ganz klar, aber was?

Dresden spricht bestimmt dann auch wieder seine eigene Sprache und da werde ich mit den Eindrücken der vergangenen Wochen reingeschmissen. Hihi. Das wird ein lustiges Durcheinander, vor allem im Kopf, denkt ihr nicht? Das Leben, das daraus hervorgehen wird, erwarte ich schon mit Spannung. Normal wird das nicht. (Um auch mal einen Satz speziell an meine Familie zu richten.) ((Wobei sich die Frage stellt, an wen die anderen Sätze gerichtet sind.))

Natürlich spüre ich, dass gegenwärtig eine gewaltige Veränderung am Laufen ist, aber ich war das lange Zeit nicht gewohnt. Macht Spaß, mal wieder ein wenig frischen Wind in die Segel zu bekommen. Ich war irgendwie eingerostet und hatte viel Bewusstsein verloren für die Dinge, die mich umgeben, mich selbst und die Welt im allgemeinen. (Und schon hätte ich jetzt doch gerne die englische Sprache, da die Gedanken, die mit diesem Thema zu tun haben, auf Englisch gewesen sind. Wirrrrrr.)

Was daraus werden wird, kann dann nur die kristallene Kugel verraten. Oder man rennt der Vergangenheit hinterher und nennt das Gegenwart. Bis dahin also

Jon

2 Comments

  1. pitfisch
    8. September 2005

    Vielleicht nicht unbedingt die kristallene Kugel, eher bestimmte Meditationstechniken an der Seine-Quelle oder die ständige Berufung auf die für oder gegen uns wettenden Götter.
    Wie wir wissen, sind sie in dem Moment wahr, da wir an sie denken.
    Ob es sie gibt oder nicht wird eh niemand jemals mit Klarheit sagen können, das ist auch egal.
    Ich glaube wir lernten uns von jedem Tag überraschen zu lassen und die Dinge so zu nehmen wie sie kommen. Umso besser, dass alles so gut kam, oder passierte das genau wegen unserer Unbekümmertheit?

    Letztlich ein Erlebnis. Ein Großes.
    Oder wie der Anhalter sagen würde…
    „Erde. Größtenteils harmlos.“

  2. dayday
    30. September 2005

    seems that the picture is the only thing i can ‚read‘ here
    In the photo, ur two guys‘ happy smiles enable me to imagine how much wonderful time u had there around Europe with ur bikes…Haha, u both seem to become maturer ^___^ according to how u look like in the picture…

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